Kulturmarketing
Anders als beim klassischen Kulturmarketing, das vorwiegend das Marketing (staatlicher) Kulturbetriebe beinhaltet, ist das hier angebotene Kulturmarketing vorrangig als Bestandteil oder als Erweiterung des Geschichtsmarketings zu betrachten. So ist beispielsweise die sog. corporate culture (Unternehmens-/Organisationskultur) sowohl dem Geschichts- als auch dem Kulturmarketing zuzuordnen, deren kulturhistorische Bedeutung auf Basis der Entwicklungsgeschichte untersucht wird. Corporate culture beschreibt den kulturellen Aspekt, also Werte, Normen und Einstellungen, die das Verhalten und das Handeln der Organisationsmitglieder beeinflussen.
Wesentliche Herangehensweisen des Geschichtsmarketings sind auch auf kultureller und sozialer Ebene übertragbar. So können beispielsweise historische Stationen eines Unternehmens oder einer Organisation im Rahmen einer kulturellen Veranstaltung präsentiert werden. Auch die Entwicklung eines negativ behafteten Stadtteils („benachteiligte Quartiere“, „Soziale Stadt“) kann, als Ergänzung zum sogenannten Quartiersmanagement, durch gezieltes Kulturmarketing positiv beeinflusst werden. Von besonderem Vorteil erweist sich der Mix von Geschichts- und Kulturmarketing für Organisationen, die kulturell oder sozial aktiv sind. Hier stehen Imagestärkung oder –wandel, Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbindung im Vordergrund.
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Ob Geschichts- oder Kulturmarketing oder Geschichts- und Kulturmarketing – alle genannten Marketingformen haben eine ähnliche Herangehensweise und folgende gemeinsame Ziele:
- die Herausarbeitung und Darstellung eines Alleinstellungsmerkmals,
- die Stärkung des Images und
- die Kommunikation mit der Zielgruppe.
Um die Basis für ebd. zu schaffen, bedient man sich historischer und/oder kultureller Ressourcen, die wirkungsvoll als Marketingstrategie eingesetzt werden.
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